Mit der Gemeinde, den Neusser Schötzejeselle und Mitgliedern der Bürgergesellschaft kam im gut gefüllten Münster St. Quirin Oberpfarrer Andreas Süß zum Gebet und Gottesdienst zusammen, um den Tag der Translation des Heiligen in Gemeinschaft zu verbringen. Vorab machten sich einige Pilger auf die Spuren des Heiligen in Neuss unter der Führung von Ludger Baten. Es gibt offensichtlich viel mehr Hinweise, als man denkt, weniger „offiziell“, als privat. St Quirin wirkt oft fast „heimlich“, nicht im verborgenen, aber unauffällig. Neues zu entdecken macht auch Freude.

Nach der gemeinsamen Messe wurde eine Stunde durch die „Basilika“ geführt. Und selbst nachdem mancher zum x mal dort war: auch dort gab es Besonderes, Neues und auch Bekanntes festzuhalten. Wunderbar auch nicht so Neues mit privaten Zwischentönen: das Pestkreuz half auch bei Corona den Kopf oben zu halten. Oder den Eingang zu finden in den Schrein: man brauchte mehrere Anläufe. Und den Papst Cornelius: mit einem Blumenhorn. Kommt da die Tradition der Neusser Hönesse her?

Und als Höhepunkt Aug in Aug mit dem Heiligen auf dem Vierungsturm. Was für ein Anblick: St Quirin, dann der Hafen, die Wolkenmacher im Hintergrund, die Nordstadt. Was für ein anderer Blickwinkel, was für ein neuer Standpunkt.

Wir, die Teilnehmenden, sind dankbar. Und alle heil hinuntergekommen, was auch ein kleines „Wunder“ war.

Text: J A Werhahn